Einheitlicher AHB-Antrag für GKV und PKV nahm erste Hürde


29.04.2015

Einheitlicher AHB-Antrag für GKV und PKV nahm erste Hürde

München. Der seitens der Sozialdienst in Krankenhäusern bundesweit bestehende Wunsch nach einem einheitlichen AHB-Antrag hat die erste Hürde genommen: InBayern wurde jetzt ein zwischen Sozialarbeitern und Krankenkassen abgestimmtes Papier in die erste Projektphase geschickt.

Dieser „Dauerbrenner“ war wiederholt thematisiert und bundesweit in zahlreichen Arbeitsgruppen aufgegriffen worden, um den seit Einführung der DRGs gestiegenen Anforderungen im Verlegungsmanagement der Akutkrankenhäuser gerecht zu werden und damit einen aktuell hohen Bürokratismus im Formularwesen mit Blick auf eine zeit nahe Patientenverlegung in die Rehabilitationseinrichtungen zu verringern. Im Rahmen der Sozialarbeitertagung der m&i-Klinikgruppe Enzensberg an der Fachklinik Enzensberg 2011 haben die Sozialdienste der aus Akutkliniken eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, umeinen entsprechenden Entwurf für einen einheitlichen AHB-Antrag als Gesprächsgrundlage mit den GKVen und PKVen auf den Weg zu bringen.

Begleitet wurde dieser Prozess von der DVSG, dem Fachverband für soziale Arbeit im Gesundheitswesen. „Aktuell hat jeder Kostenträger sein eigenes Formular. Das ist absolut unnötig. Ein einheitlicher Antrag erleichtert und vereinfacht das Antragsverfahren für alle Beteiligten erheblich.“, so der DVSG- Bundesvorsitzende Ulrich Kurlemann. „Die DVSG begrüßt und unterstützt die Initiative der bayrischen Kollegen für den einheitlichen AHB-Antrag, gerade auch mit Blick auf eine flächendeckende Akzeptanz und Übernahme.

“Dabei wurde in diesem ersten Schritt die Möglichkeit von den Kassen offen gelassen, nebendem neuen einheitlichen AHB-Antrag auch zunächst die kassenspezifischen AHB-Anträgeweiterhin wahlweise von den Sozialdiensten bei Antragsstellung zu benutzen.

Nach einigen Sondierungsgesprächen, in denen der Entwurf „einheitlicher AHB-Antrag“ thematisiert worden war, fand auf Anregung von Claudia Wertenauer (Städt. Klinikum München GmbH) im Februar 2012 im Rehazentrum München ein Abstimmungsgesprächzwischen der Arbeitsgemeinschaft der Sozialdienste Münchens und Oberbayerns und denVertretern einzelner GKVen und PKVen statt. Diese Runde wurde erweitert mit Dr. Felicitas Stocker (München), einer in der Akutversorgung und Rehabilitation erfahrenen Ärztin.

In dieser Gesprächsrunde erfolgte der dezidierte Austausch aller relevanten Informationen für das Antrags- und Genehmigungsverfahren (incl. des ärztlichen Befundberichtes). Dabei konnte ein entsprechender Entwurf unter Mitwirkung aller Beteiligten als Arbeitspapier auf der Fachtagung für Sozialarbeiter im März 2012 in der Fachklinik Bad Heilbrunn vorgestellt werden.

Im Rahmen der Fachtagung verständigte man sich auf eine einjährige Praxiserprobung deserstellten einheitlichen AHB-Antrages. Die Ergebnisse werden auf der Fachtagung in 2013 in der Fachklinik Enzensberg vorgestellt. Der einheitliche AHB-Antrag soll dann entsprechend bedarfsgerecht modifiziert werden.

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